Blick auf die Bucht von Cres in Kroatien

Mit dem RedBulli auf Cres in Kroatien

In Deutschland verabschiedet sich so langsam der Sommer und im Süden beginnt die Nebensaison. Was liegt näher, als nochmals mit dem RedBulli auszurücken, sich eine Woche lang Kiefernduft um die Nase wehen zu lassen und im türkisblauen Wasser zu planschen! Unser Ziel ist die Inselwelt Kroatiens, diesmal geht’s auf Cres, in der Kvarner Bucht gelegen.

Die Anreise

Staufrei gelangen wir über die Tauernautobahn nach Italien; wir wählen die längere Route über Triest und kaufen daher keine Vignette für Slowenien, dafür werden wir uns auf dem Heimweg nicht über lange Wartezeiten dank Blockabfertigung am Karawankentunnel ärgern müssen.

Auf sehr kurviger Strecke cruisen wir auf kleinen Landstraßen durch Slowenien und nach Kroatien hinein, der RedBulli läuft wie geschmiert; die Fähre schaffen wir gerade rechtzeitig und kommen als letztes Auto an Bord – schon sind wir auf der Insel Cres!

Angekommen auf der Insel Cres
Angekommen auf Cres
Angekommen auf Cres

Ausgesprochen grün ist die Insel, und ziemlich gebirgig. Im Konvoi gurken wir weiter zum Ort Cres und suchen uns einen netten Strellplatz auf dem dortigen Camping Kovačine. Nun beginnt der Urlaub!

RedBulli auf dem Camping Kovacine
RedBulli auf dem Camping Kovacine

Der Platz ist riesig und mit allen Annehmlichkeiten wie Markt, Restaurant, Abenteuerspielplatz (ok, den nutzen wir nicht…) etc. ausgestattet. Wer’s ganz genau wissen will, mag bitte die Homepage des Platzes besuchen.

Es gibt erfreulicherweise einen durchgehenden Strand samt umfangreichem Wassersportbereich, fein aufgekiest oder betoniert und von Seeigeln befreit. Da erholen wir uns dann den Rest des Tages von der Fahrt.

Heute ist Wandertag

Die Wettervorhersage hat uns unmissverständlich mitgeteilt, bereits unser erster ganzer Ferientag sei kein Badetag. Dem kommen wir nach und erkunden eben alternativ die Umgebung!

Über der Altstadt von Cres
Über der Altstadt von Cres

In etwa 20 Minuten läuft man vom Camping zu Fuß über die kleine Strandpromenade direkt in den Ort Cres.

Und der ist wirklich wunderschön! Um die enge Hafenbucht mitten im Ort schmiegen sich etliche Restaurants, gleich davor liegen die Fischerboote im Wasser.

Fischerboote im Hafen von Cres
Fischerboote im Hafen von Cres

Geht man weiter zum Ende der großen Bucht, gelangt man vorbei an zahlreichen gepflegten Badestellen erst zum Sporthafen mit den noblen Booten; danach wird’s idyllisch: am hinteren Ende liegt am Hang ein Jahrhunderte alter Olivenhain.

Ganz hinten in der Bucht von Cres
Ganz hinten in der Bucht von Cres

Ab da kann man entweder der Küste entlang weiter folgen und genau gegenüber vom Ort Cres kleine Badebuchten entdecken. Oder man steigt wie wir den alten Karrenweg bergauf Richtung Krčina. Vom Weg aus hat man einen phänomenalen Überblick über Bucht und Ort!

Blick vom Wanderweg auf die Bucht von Cres
Blick vom Wanderweg auf die Bucht von Cres

Wie vorher gesagt teilt sich nun leider ein heranziehendes Gewitter mit fernem Grollen mit und wir müssen noch vor Erreichen des Kamms ziemlich flott den Rückzug antreten. Ärgerlich!

Fleisch und Fisch im Überfluß
Fleisch und Fisch im Überfluß

Noch vor dem ersten ernstzunehmenden Schauer sind wir zurück im Ort und suchen uns ein nettes Restaurant direkt am Wasser. Beim Genuss von riesigen Fleisch- und Fischplatten prasselt der Regen auf die Markise.

Nach dem Regen im Hafen von Cres
Nach dem Regen im Hafen von Cres

Das leckere Essen ist dem Verdauungstrakt zugeführt, das Pivo ist leer und die Sonne kommt wieder raus – so soll’s sein, weiter geht’s zurück zum Platz.

Der Wettergott kennt allerdings keine Gnade, schon wieder geht’s hier zur Sache!

Cres by night

Na immerhin ist es bald Nacht und wir finden trockene Zuflucht im RedBulli…

 

 

Ein Tag am Beach

Nach erfolgreich absolviertem Morgensport lacht dann doch die Sonne. Das SUP ist ruckzuck aufgepumpt und ich steche in See. Überquert man die kleine Bucht, gelangt man schnell ins Motorboot-freie Gewässer. Es bietet sich an, entlang der Küste grob in Richtung Valun zu paddeln. Immer wieder tun sich kleine einsame Buchten auf, am Steilhang darüber die alten Olivenhaine. Irgendwann limitiert allerdings die Fitness das Vergnügen, zurück sollte man es schließlich auch wieder schaffen!

Strand am Camping Kovacine
Strand am Camping Kovacine

Den restlichen Nachmittag lässt es sich gemütlich an der langen Promenade chillen, bevor mal wieder ein dumpfes Donnern den nächsten Regen angekündigt.

 

Resümee: der Camping Kovačine ist ein netter Platz, nah am Ort gelegen, sauber, alle Annehmlichkeiten. Mir jedoch ein bisschen zu groß und auch zu viel los. Schauen wir weiter!

Weiter auf Cres gen Süden

Nur ein paar Kilometer nach dem Ort hat man einen fantastischen Ausblick auf Cres und über die gesamte Bucht.

Blick zurück auf Cres
Blick zurück auf Cres
Tolle Ausblicke auf dem Weg nach Valun
Tolle Ausblicke auf dem Weg nach Valun

Wenige Kilometer später biegt man rechts nach Valun ab. Steil kurvt man hinunter, unterwegs tolle Ausblicke in die weite Bucht.

Der Ort selbst ist zwar recht touristisch, doch hat er seinen Charme behalten. Man fühlt ein bisschen sich in der Zeit zurückversetzt.

Der kleine Ort Valun auf Cres

Entlang der Strandpromenade gibt’s mehrere nett aussehende Lokale. Und an beiden Enden liegen herrliche Kiesstrände.

Die kleine Bucht von Valun
Die kleine Bucht von Valun

Am südöstlichen Strand quetscht sich sogar ein winziger Zeltplatz an den Hang. Wir genießen den Blick auf‘s türkise Meer mit Cappuccino und Eis, dann geht’s zurück zum Bulli.

Der nächste Platz bei Martinscica, ein Traum…
Angekommen auf dem Camping Slatina auf Cres
Angekommen auf dem Camping Slatina auf Cres

Unser Ziel ist nun der Campingplatz Slatina in Martinscica. Terrassiert angelegt und im Kiefernwäldchen liegen die Luxus-Parzellen. Da bekommen wir eine richtig schön große!

RedBulli auf der Superior-Parzelle des Camping Slatina
RedBulli auf der Superior-Parzelle des Camping Slatina

Sofort fühlen wir uns wohl. Weitläufig angelegt, relaxte Atmosphäre. Keiner sitzt dem anderen direkt auf der Pelle. Besonders erfreulich – der frisch aufgekieste Boden. Da bleibt nix an den Füßen kleben, auch wenn’s immer mal wieder regnet. Im Edel-Bereich hat jeder Platz seinen eigenen Strom- und Wasseranschluß. Wlan funktioniert einwandfrei.

Slackline raus und los geht‘s!
Slackline raus und los geht‘s!

Da wird selbst die Slackline  mal wieder ausgepackt und umgehend genutzt.

Ein abendlicher Erkundungsgang auf dem sehr großen Platz offenbart – wir sind definitiv im schönsten Areal gelandet. Weiter oben am Hang ist‘s etwas karg und mit nur wenig Schatten angelegt, zur Bucht hinein ist alles dicht an dicht aufgereiht. Egal, nun wissen wir wenigstens, warum unser Areal „Superior“ heißt und sind damit sehr zufrieden.

RedBulli auf dem Camping Slatina
RedBulli auf dem Camping Slatina

Entlang des Platzes verläuft meerseits ein kleiner Weg, an dem es immer wieder Zugänge ins Wasser und wild verteilte Liegeplätzchen gibt.

Allerdings ist das Einsteigen selbst über die kleinen Leitern ins Wasser etwas beschwerlich, sobald es Wellen hat. Und Bodenkontakt ist zwingend zu vermeiden – es wimmelt nur so an Seeigeln!

Strand am Camping Slatina bei Martinscica
Strand am Camping Slatina bei Martinscica

Am nördlichen Ende des Platzes gibt es einen längeren Kiesstrand. Dort ist auch die Tauchbasis und eines der beiden Restaurants des Platzes gelegen. Hier ist das Baden oder SUPen etwas einfacher.

Sonnenuntergang am Camping Slatina auf Cres

Ein Highlight im wahrsten Sinne ist hier der Sonnenuntergang (sollte mal kein Gewitter anrollen)!

 

 

Der Ort Martinscica

Ist schnell beschrieben. Am Hafen gibt‘s zwei Restaurants, ein Café und eine Eisdiele. Entlang der kleinen Uferstraße ein weiteres Restaurant. Da es etwas außerhalb und unter großen Kiefern liegt, finden wir es dort schönen und essen eine riesengroße Fleischplatte. Kein Premium-Food, aber recht lecker.

Mit dem RedBulli in Martinsciaca
Mit dem RedBulli in Martinsciaca

Die Halbinsel zwischen Camping und Örtchen kann man übrigens nicht umrunden. Ich hab‘s beim morgendlichen Joggen von beiden Seiten probiert und kein Wegerl gefunden. Dafür kann man vom Ort aus zumindest bis zu einem eingefallenen Turm über die Felsen kraxeln und hat von dort einen guten Blick zurück auf Martinscica.

Das südliche Ende von Cres

Leider naht das Ende unserer kurzen Reise und wir müssen aufbrechen. Vorher wollen wir uns aber noch anschauen, was der südliche Abschnitt noch so zu bieten hat. Wir steuern also Osor an, was bereits in etwa 25 Minuten erreicht ist. Der Ort liegt unmittelbar an der kleinen Brücke, die Cres und Lošinj verbindet.

RedBulli vor Osor
RedBulli vor Osor

Ein kleiner, aber uralter und dementsprechend geschichtsträchtiger Ort erwartet uns. Bereits in der Antike siedelten hier Menschen, einst war es die erste bedeutende Stadt von Cres und Lošinj. Ein Rundgang lohnt sich hier auf jeden Fall! Etwas hinterhalb befinden sich die Ausgrabungsstätten. Auf beiden Seiten des Kanals liegen übrigens Campingplätze, wir haben sie aber nicht näher angeschaut.

Ein letzter Abstecher führt uns dann nach Punta Križa; für die 12 Kilometer benötigen wir allerdings fast eine halbe Stunde. Die Straße ist zumeist einspurig. Da sich am Ende ein weiterer Campingplatz befindet, der FKK-Camping Baldarin, ist mit regem Gegenverkehr in beiden Richtungen zu rechnen. Zum Radeln ist es dort wohl ganz nett, immer wieder führen Wege in den Kiefernwald hinein und Wegweiser deuten auf kleine Kapellen in Meeresnähe hin. Der Ort selbst lohnt sich aber nicht zum anschauen.

Nach Hause…

…fahren wir erstmal wie auf dem Hinweg  und nehmen die Fähre ab Porozina. Eine Alternative ist die Rückfahrt über die Nachbarinsel Krk (Fährhafen Merag). Ab Krk kann man dann über eine Brücke auf’s Festland übersetzen.

Wir cruisen gemütlich die Küste der Kvarner Bucht entlang nach Norden, bis wir kurz vor Rijeka ins Landesinnere vorstoßen. Bald darauf sind wir in Slowenien. Bis Triest fahren wir komplett auf der Landstraße, die Gegend ist waldreich und wunderschön. Später hören wir im Radio – Blockabfertigung am Karawankentunnel. Also alles richtig gemacht.

Fazit: Kroatien ist immer eine Reise wert! Schnell zu erreichen und mit guter Infrastruktur, v.a. was die Fährverbindungen anbelangt. Selbst bei nur einer Woche Zeit lohnt sich ein solcher Trip unbedingt!

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