Ravensburg in Oberschwaben über Ostern 2026 – wir erkunden die historische Altstadt, besuchen den hiesigen Ostermarkt, wandern im Schmalegger Tobel, und wir machen einen Ausflug nach Hagnau und Meersburg an den Bodensee.
Unsere Unterkunft in Ravensburg
Anreise erfolgt am Karfreitag. Unser Hotel ist vielleicht eines der besten der Stadt, der Kaiserhof.

Eigentlich hatten wir erst ein anderes im Blick, das Hotel am Obertor, ein historisches Haus mit reichlich Charme. Doch das Oster-Sonderangebot 3-für-2 Frühlingszauber (zwei Nächte zahlen, drei Nächte bleiben) hat unsere Entscheidung auf das Hotel Kaiserhof Ravensburg fallen lassen.

Unser Zimmer ist klasse, Blickrichtung zwar auf die gut befahrene Karlstraße, doch die Fenster sind absolut dicht und beschränken den Krawall der einzelnen, nächtlichen „Lambo-Poser“ (die gibt’s tatsächlich auch hier 🙂 ) erfreulicherweise auf draußen.

Ein reichliches, exzellentes Frühstück ist bei dem Angebot inklusive; selbst eine kleine Sauna wäre im vierten Geschoss verfügbar, die wir aber während unseres Aufenthalts nicht nutzen werden!
Nun aber raus, wir erkunden die Altstadt von Ravensburg!
Zuallererst wollen wir uns einen groben Überblick verschaffen. Also los und einmal quer durch die Innenstadt!


Ab dem Obertor und hinter dem markantesten Turm von Ravensburg, dem Mehlsack, mäandern wir auf dem aussichtsreichem Serpentinenweg hinauf zur Veitsburg.
Alle paar Meter laden Sitzgelegenheiten zu einer aussichtsreichen Rast ein (die wir mehrfach nutzen), hoch über dem vorfrühlingshaft blühenden Wiesenhang. Immer mit weitem Blick hinweg über Ravensburg mit seinen markanten Türmen.

Hinter der Burg und dem hübschen Bagnato-Schlösschen wandern wir noch ein paar 100 Meter weiter den Hügelkamm entlang; zurück nehmen wir den Philosophenweg, zwischen den Weinhängen gelegen, wieder hinunter in die Altstadt.

Kreuz und quer lassen wir uns dann durch die alten Gassen treiben.

Der kleine Hunger zwischendurch meldet sich, und wir kehren ein im PANO Brot & Kaffee, zu einem Salat und leckerem Flammkuchen mit Lachs.

Nach einer Relax-Pause in unserem schicken Zimmer geht’s nochmals raus in die Stadt.
Eigentlich dachten wir, wir hätten nachmittags bereits einen guten Überblick bekommen, doch nach jeder Kurve entdecken wir in der Altstadt von Ravensburg wieder neue Gässchen, die wir bis dato noch nicht gesehen haben.

Abendessen gibt’s dann im Da Giuseppe, ein „normales“ Restaurant bzw. Pizzeria, am südlichen Ende des zentralen Marienplatzes. Pizza Siziliana und ein Salat mit Pilzen. Hat geschmeckt!

Ostersamstag: Erstmal Frühstücken im Kaiserhof
Auch als externer Gast kann man sich hier zum Frühstück einbuchen. Speziell am Ostersonntag gibt es hier den Osterbrunch, der auch bereits völlig ausgebucht ist.


Das Buffet ist enorm reichhaltig und umfangreich. Selbst ein Ei wird nach Wunsch zubereitet. Das Omelette (mit allen Zutaten) schmeckt spitze!
Ein Bummel über den Ostermarkt
Am Ostersamstag ab 10:00 Uhr ist hier in Ravensburg der traditionelle Ostermarkt. In der gesamten Innenstadt wird alles rund ums Osterei und den Osterhasen angeboten.

Nicht so ganz, dass unsere, ein bisschen zu viel Schnickschnack aus unserer Sicht. Aber egal, jeder wie er mag.

Uns zieht’s heute eher raus ins Grüne!
Wanderung durch den Schmalegger Tobel
Der Schmalegger Tobel ist ein Schutzgebiet mit Schluchtwäldern und mehreren Bächen.

Keine 15 Minuten sind es mit dem Auto, wir parken am Ende von Schmalegg in der Schlosshalde auf dem winzigen Wanderparkplatz.

Für die gesamte Wanderung läuft man etwa 9 km, und naja, sie ist ganz nett. Die Landschaft ist wirklich toll, um die Jahreszeit fehlt eben noch etwas Grün an den Büschen und Bäumen.
Zumal die ganze Tour bis auf wenige kurze Abschnitte über breite und gut ausgebaute Wege führt. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Action auf kleinen Pfaden gewünscht…

Unser Fazit: schöne Runde, sicherlich toll im Hochwinter, Sommer oder Herbst. Um genau diese Jahreszeit (Vor-Frühling) ist es etwas trist und die Tour wäre mit einem Fahrrad sicherlich interessanter gewesen.
Ein kurzer Abstecher nach Weingarten
Weiter geht’s nach Weingarten. Die kleine Innenstadt ist überschaubar und hinkt den Atraktionen von Ravensburg etwas hinterher. Wobei solch eine Formulierung gemein ist, denn wir waren wirklich nur sehr kurz hier.

Highlight ist definitiv die Basilika. Diese thront imposant über der Stadt, leider war sie aber heute für Besucher geschlossen. Merkwürdig empfinden wir auch die Großbaustelle in unmittelbarer Nähe – sicherlich spannend, wie sich dadurch in den kommenden Jahren das Stadtbild verändern wird.
Daher geht’s nun schnell zurück zu unserem Hotel Kaiserhof Nach den vielen gelaufenen Kilometern noch ein bisschen die Füße hochlegen, bevor wir zum Abendessen wieder ausrücken.
Abendessen im Wirtshaus Mohren am Obertor
Das „Mohren“ ist die älteste noch bestehende Wirtschaft in Ravensburg, jedoch gestylt im modernen Ambiente!
Wir essen klassisch schwäbisch, es schmeckt exzellent!
Der nächtliche Nachhauseweg bringt wieder einige nette Motive vor die Handylinse. Besonders der „Mehlsack“ hat’s mir angetan!
Zum krönenden Abschluss eines tollen Tages gönnen wir uns zwei leckere Cocktails an der Bar in unserem Hotel Kaiserhof.


Ostersonntag-Ausflug an den Bodensee
Zugegeben, wir sind heute nicht die einzigen am Bodensee. Wir parken oberhalb von Hagnau auf dem Aussichts-Parkplatz an der Bundesstraße (kostenfrei).
Bei Traumwetter mit grandioser Fernsicht starten wir los. Nur ein paar 100 Meter sind es von hier aus hinunter nach Hagnau; ein kleiner Weg führt den Weinhang hinunter zum Bodenseeradweg.

Hagnau ist ein kleiner, hübscher Ort, etwa mittig gelegen zwischen Meersburg und Immenstaad. Das überschaubare Zentrum befindet sich grob zwischen Hotel Löwen und dem Seeblick, sowie entlang der Seestraße.

Am Hagnauer Hafen lässt sich bestens die auch Anfang April immer noch in gleißendes Weiß getauchte Bergkette der Schweizer Alpen auf der gegenüberliegenden Seeseite bewundern.

Nach einer kurzen Rast und dem Genuss der frühlingshaft wärmenden Sonnenstrahlen schwenken dann ein auf den Uferweg gen Westen.
Viel los im schönen Meersburg!
Gut 4,5 Kilometer wandern wir nun, vorbei am Rebgut Haltnau mit seinem wunderschönen Biergarten, wechselweise auf dem vielbefahrenen Rad-/Fußweg und direkt am Ufer, nach Meersburg.

Heute am Ostermontag ist hier natürlich die Hölle los, was aber zu erwarten war.

Die Frühlingssonne knallt nun voll vom Himmel, so quetschen wir uns nach einer weiteren Rast am Hafen, zusammen mit den gewaltigen Menschen-Massen die Seepromenade entlang.

Der angedachte Schoppen Wein im „Alten Faß“ (hier saßen wir während einer Fahrrad-Umrundung des Bodensees im Jahr 2008 des öfteren) fällt mangels Platz leider aus.

Alternativ steigen wir also die steile „Steigstraße“ hinauf in die Oberstadt von Meersburg. Echt eine tolle Stadt! Und wer nicht an einem Feiertag oder in den Ferien kommt, kann die uralten Häuser und den historischen Charme sicherlich besser aufsaugen.

Über den Höhenweg wandern wir wieder zurück nach Hagnau.

Auch der Biergarten-Aufenthalt im idyllischen Rebgut Haltnau direkt am See kann leider nicht stattfinden, denn auch hier – alle Plätze belegt…

Stattdessen bleibt’s erstmal bei einem großen Eis im Restaurant Steghaus gleich am Hagnauer Hafen.

Und auch mit unserem Wein klappt’s dann noch: im Seegarten Hagnau, bei Pia’s Minigolf hat’s einen kleinen Biergarten, und wir genießen den Hagnauer Grauburgunder auf einer der zahlreichen Parkbänke im bunt blühenden Seegarten.
Anschließend wird auch noch der massiv einsetzende Hunger gestillt – mit einer Pizza bei Gelatomania | Eis & Pizza. Dann geht’s zurück nach Ravensburg. 17 Kilometer Fußmarsch, das genügt für heute 8-).
Ostermontag – Besuch im Humpis-Museum in Ravensburg
Der Ostermontag startet fantastisch. Schon früh am Morgen brennt die Sonne vom wolkenlosen Himmel.
Ein letztes Mal spazieren wir also durch die – heute menschenleere – Altstadt von Ravensburg – wir wollen das Museum Humpis Quartier besuchen.
Doch das öffnet erst um 11 Uhr, so steigen wir zuvor nochmals hoch zur Veitsburg. Gleich hinter dem Obertor startet ein kleiner Steig hinauf, der oben hinter der Jugendherberge endet. Was für ein toller Blick über Ravensburg!
Hinunter und vorbei am Mehlsack, hinein ins Museum und wir tauchen ein in die spannende Geschichte der Stadt. Der Eintritt beträgt 7€, bzw. ermäßigt 5€. Inklusive ist ein Medienguide, der zu allen Exponaten anschaulich beschriebene Erläuterungen bereitstellt.

Das Museum Humpis-Quartier besteht insgesamt aus sieben Häusern in der Marktstraße, Rossbachstraße, sowie der Humpisstraße. Fünf Gebäude davon gehören zum Museum.

Das Quartier wurde in fünf Jahren von 2004 bis 2009 zum heutigen Museum umgebaut und beherbergt spannende Details zur Stadtentwicklung und den prägenden Persönlichkeiten.

Viele Details sind auch auf der oben verlinkten Seite des Museums beschrieben.
Sehr lohnenswert!
Ein herrlicher Oster-Kurztrip geht zu Ende!
So, das war’s für dieses Mal. Wer nun Lust auf eine Reise an den Bodensee bekommen hat, der kann sich hier weitere Anregungen holen. Wir waren 2018 schon einmal hier: Redbulli am Bodensee
Und nicht nur am See selbst, auch im Hinterland gibt’s Interessantes zu besichtigen, wie zum Beispiel das Hymer-Museum in Bad Waldsee: RedBulli: Besuch im Erwin-Hymer-Museum in Bad Waldsee
Wie jedes Mal gilt – sämtliche Namensnennungen von Hotels, Restaurants usw. dienen der Beschreibung unserer Reise und sind keine Werbung. Viel Spaß beim Lesen und nach-Reisen!



















