In Sougia, im Südwesten Kretas, haben wir einiges vor! Wir wandern durch kleine Schluchten, besteigen einen knapp 2.000 Meter hohen Berg und e spannen am Sougia Beach, der um diese Jahreszeit fast menschenleer ist.
Diesmal fliegen wir mit der Condor nach Chania, in den Westen Kretas. An einem Freitag Mitte Oktober landen wir frühmorgens und nehmen gleich unseren kleinen Mietwagen in Empfang. Um diese Jahreszeit ist der kleine Seat Mii beim Anbieter SurPrice ausgesprochen günstig: Für 19 Tage zahlen wir gerade einmal 211 Euro. Ein echtes Schnäppchen!
Unsere Freundin Monika erwartet uns schon am Flughafen. Gemeinsam fahren wir an die Südküste nach Sougia.

Angekommen in Sougia!
Unsere Unterkunft hier: das Zorbas. Wir wohnen im ersten Stock, am Ortsrand, mit Meerblick. Klasse!



Der weitere Tag verläuft so entspannt, wie ein erster Urlaubstag nur sein kann: ein kleiner Mittagssnack im Lotos gleich am Beach;

dann Einchecken in unserem Zimmer und dann ab an den Strand, ganz nach hinten zur Schweinebucht.

Zum Abschluss ein gemütliches Abendessen im Rebetiko.
Nichts hat sich hier seit unserem letzten Besuch vor fünf Jahren verändert: Es schmeckt immer noch ausgezeichnet! Lamm und Huhn stehen auf unserem Speiseplan.
Anschließend gibt’s wie immer reichlich Raki…

Dann die Überraschung! Mein alter Kumpel Martin meldet sich wegen meines WhatsApp-Status. Sie sind gerade auf einer Wanderung entlang der Küste unterwegs und kommen morgen Abend nach Sougia. Was für ein Zufall! Und das eröffnet ganz neue Ideen für eine spannende Tour…!
Wanderung durch die Lissos Schlucht, Sougia Rundweg
Der nächste Morgen startet erst einmal ganz entspannt mit einem Frühstück im Lotos.

Dann geht’s los: Wir gehen den Sougia-Rundweg!
Vom Hafen in Sougia aus wandern wir zunächst durch die Lissos-Schlucht mit ihren imposanten Felswänden.

Ein kleiner Abstecher führt mich noch bis ans hintere Ende der Schlucht und über die Kante hinaus auf die weiten und karstigen Hänge, bis kurz vor einer kleinen Kapelle.
Die stacheligen Dornbüsche zerkratzen meine Waden und der kalte Wind verleidet mir endgültig den Weiterweg.

Zurück in die Schlucht und nach knapp 3km kommt der Abzweig zum Höhenweg, vorbei an der Irini-Kapelle, geht’s schließlich wieder hinunter nach Sougia.

Eine wunderschöne Wanderung! Insbesondere im hinteren Teil ist die Schlucht einsam und extrem wild!
Zum Beachen ist es heute leider zu kalt. Ein wilder Nordwestwind fegt über die Insel, und wir liegen in voller Montur auf dem nur halbwegs gemütlich aufgewärmten Kies. Ganz so frisch hatten wir uns Kreta um diese Jahreszeit nicht vorgestellt… Vermutlich sind das noch die Nachwehen der schweren Unwetter der vergangenen Tage…?
Abendessen im To Tzitziki

Dafür wird das Abendessen umso lustiger! Mein alten Kumpels Martin und Piet kommen mit ihrem Bekannten Klaus aus Holland, einem Kreta-Experten und Wanderguide vorbei, und wir speisen zusammen exzellent im To Tzitziki, gleich neben unserer Unterkunft Zorbas.
Und hier werden nun die Pläne für den kommenden Tag geschmiedet…!
Bergtour auf den Gigilos 1.974m
Genau das ist das Wunderbare an einem nicht vorgeplanten Urlaub: die Spontanität!

Da der morgendliche Bus von Sougia nach Omalos derzeit nicht fährt, weil die Samaria-Schlucht nach den Unwettern gesperrt ist, entschließen wir uns kurzerhand, dass ich die Truppe zum Schluchteingang fahre. Und natürlich gehe ich dann auch mit auf den Berg!

Vor Ort treffen wir noch einen weiteren Teilnehmer der Wandergruppe: Dennis aus Köln. Die vier wollen oben in den Bergen übernachten und anschließend in einer langen Wanderung hinunter nach Agia Roumeli absteigen. So weit gehe ich natürlich nicht, aber den Gigilos lasse ich mir nicht nehmen.

Bei anfangs noch guter Sicht wandern wir los, zunächst noch mit schönem Blick in die Samaria-Schlucht und die umliegenden Berge.

Ab der Hälfte des Aufstiegs ziehen leider Wolken auf, so dass das Ganze doch zu einer ziemlich frischen Angelegenheit wird.

Nichtsdestotrotz erreichen wir nach etwa drei Stunden den Gipfel.

Ich lasse die Vierertruppe dort weiterziehen und steige wieder hinunter zu meinem kleinen Seat, den ich am Eingang zur Schlucht geparkt habe.

Abendessen im Anchorage in Sougia
Ziemlich durchgefroren erreiche ich nach einer Stunde Fahrt wieder Sougia und erfahre, dass es auch hier heute bewölkt und ziemlich frisch war.

Wir beschließen, unser Abendessen im Anchorage zu uns zu nehmen.

Der Pulpo ist hier ausgezeichnet!
Wanderung in die Irini-Schlucht
Heute haben wir vor, ein gutes Stück von unten in die Agia-Irini-Schlucht hineinzulaufen, die bei Sougia endet.
Wir parken am (geschlossenen) Restaurant Oasis. Dann die Überraschung: Der um diese Jahreszeit üblicherweise ausgetrocknete Fluss führt Wasser! Das wird interessant!

Wir laufen also los, und schon nach wenigen Metern steht die erste Querung an. Und so geht es weiter. Gute zwei Kilometer arbeiten wir uns vor. Ein gutes Dutzend Mal müssen wir von Stein zu Stein springen und das Flussbett queren, um einigermaßen trockene Füße zu behalten.

Dann das jähe Ende: Von einer kleinen Brücke, die eigentlich über einen Felsvorsprung führen sollte, sind nach den vergangenen Unwettern nur noch die Drahtseile übrig. Der Rest der Bretter liegt über etliche Meter verteilt im Bachbett.
Also umdrehen!
Schade, denn ab hier wäre es erst richtig interessant geworden. Wir kennen die Tour ja noch von vor einigen Jahren…

Dann bleibt uns heute eben mehr Zeit am Beach.

Kurz noch ins Lotos, den sonnigen und warmen Nachmittag verbringen wir anschließend am schönen Kiesstrand von Sougia.

Abendessen im Omikron
Abends geht’s dann ins Restaurant Omikron. Jean-Luc kocht wie immer exzellent, und Angeliki ist trotz der fortgeschrittenen Saison immer noch gut gelaunt, wenn auch etwas mitgenommen. War eine anstrengende Saison…!

Es gibt Gambas in Safransauce und für mich Bifteki, vom „Mama“ zubereitet. Sensationell!
Heute mal nur an den Beach!
Auch mal nicht schlecht! Heute brennt die Sonne endlich wieder vom wolkenlosen Himmel und kein Lüftchen weht.

Perfekt, um mein Buch endlich anzulesen: „Die Entführung des Generals“ von Patrick Leigh Fermor (erschienen postpum 2015) schildert eine spektakuläre historische Kommandoaktion des britischen Geheimdienstes (SOE) auf der deutsch besetzten Insel Kreta im Zweiten Weltkrieg.
Zu Mittag ein hervorragender Avocado-Salat im „Seaside“. Man sitzt etwas erhöht, mitten im Grünen mit Paradeblick auf’s Meer – Urlaub pur!

Abends nochmals in Anchorage. Ein entspannter Tag geht zu Ende!
Letzter Tag in Sougia – kleine Wanderung auf dem E4 gen Osten
…und nochmals Baden!
Letzte Fortsetzung folgt…
Wie immer bei unseren Berichten: Nichts hier ist als Werbung zu betrachten. Sämtliche Nennungen von Örtlichkeiten etc. dienen ausschließlich der Beschreibung unserer Reise; alles wurde selbst bezahlt.









